|
|
Verein
Lebendiges Bienenmuseum e.V.: |
| |||
|
|
|
||||
| Eine zentrale Einrichtung Lebendigen Bienenmuseums in Knüllwald ist das NABU-Zentrum für Blütenökologie. Es soll künftig verstärkt ausgebaut und genutzt werden. Vor allem werden dort die vielfältigen naturkundlichen Arbeiten des Museums sowie verschiedener Orts- und Projektgruppen des NABU Schwalm-Eder und der Landesarbeitsgemeinschaft Entomologie im NABU Hessen koordiniert und deren Ergebnisse archiviert. | |||||
|
Aktuell werden die regionalfaunistischen Daten
aus der entomologischen Sammlung des Museums auf ihren
blütenökologischen Inhalt hin ausgewertet. Eine größere
Kampagne zugunsten einer Wildbiene und ihrer speziellen Futterpflanze, die
eigentlich schon in
2008 starten sollte, hat sich im Gestrüpp des Bundesverbandes des NABU
verirrt und scheint derzeit keine Chance auf eine Umsetzung zu haben. Leider hat sich dieses Projekt mit der Wollbiene (Anthidium manicatum), die besonders häufig an Wollziest (Stachys germanica und S. byzantina) zu finden ist, etwas festgefahren. Derzeit bemüht sich sowohl die Bundesarbeitsgemeinschaft Hymenopterologie wie der Bundesfachausschuss Entomologie zusammen mit der NAJU, dies als bundesweites NABU-Projekt dem Bundesverband schmackhaft zu machen. |
| ||||
|
Projekte des Lebendigen Bienenmuseums in Zusammenarbeit mit verschiedenen Projekt- und Ortsgruppen des NABU: Seit 2003 kartierte eine Arbeitsgruppe der LAG Entomologie im NABU Hessen die Heuschrecken des Schwalm-Eder-Kreises auf 16tel-Meßtischblattbasis. Insgesamt wurden dabei im Schwalm-Eder-Kreis 33 Heuschrecken-Arten nachgewiesen. Die Ergebnisse wurden im Lebbimuk 5 in 2008 veröffentlicht. Inzwischen sind ja selbst die Heuschrecken in den Kreis der Blütenbesucher aufgenommen: auf der Insel Réunion fand sich eine Heuschreckenart, die Orchideen bestäubt (Micheneau et al.). 2005 begann die Untersuchung der Binnensalzstellen in Nordhessen. Erste Ergebnisse liegen zu den ebenfalls salzbeeinflussten Banketten der Autobahn vor und sind in LEBBIMUK 4 veröffentlicht. Parallel hierzu entstand eine gemeinsame Ausstellung mit dem Naturkundemuseum im Ottoneum zu Kassel in dessen Räumen über "Säume", in der die Ergebnisse der Untersuchungen an der A7 ebenfalls dargestellt wurden. Weitere Ergebnisse können auf unserer Homepage zur Untersuchung der Binnensalzstellen eingesehen werden. Über das Magerrasenprojekt des Lebendigen Bienenmuseums und der Projektgruppe Magerrasen des NABU, Kreisverband Schwalm-Eder, konnten mehrere Magerrasen vor ihrer endgültigen Verbuschung gerettet und so die Artenvielfalt insbesondere an Blütenpflanzen und ihren Besuchern gesichert werden. Dabei wurde der Halberg bei Neumorschen besonders intensiv untersucht und die Fauna und Flora dieses Kalkhügels so weit wie möglich erfasst. Die Ergebnisse u.a. der blütenbesuchenden Insekten wurden in zwei Heften der Philippia (12/3 und 13/1) veröffentlicht (zum Literaturnachweis den Suchbegriff "Halberg" eingeben). Das Spektrum der Blütenbesucher auf einer sauren Magerwiese des Knüllköpfchens (ca.600 m ü. NN) in Nordhessen wurde im Rahmen der allgemeinen Untersuchungen zum Einfluss des Klimawandels auf den Bestand kältetoleranterer eurosibirischer Insekten erfasst und bewertet. Die Ergebnisse sollen in Kürze publiziert werden. Blütenökologische Beobachtungen finden am Lebendigen Bienenmuseum Knüllwald, dem Sitz des NABU-Zentrums für Blütenökologie, bereits seit Ende des 20. Jahrhunderts statt. Eine erste Zusammenfassung der Ergebnisse wurde auf einer eigenen Webseite für die Blütenökologie am Lebendigen Bienenmuseum veröffentlicht. | |||||
| Links zur Blütenökologie: | Uni Bayreuth | Botanischer Garten Berlin | |||
|
Erstellt von Hans-Joachim Flügel |
Stand: 15.02.2012 | ||||